R90 mit Gussrohren? Kinderleicht!
Seit Einführung der MLAR 03/2000 bzw. der länderspezifischen LAR (Leitungsanlagenrichtlinien) muss bei R90-Durchführungen mit Gussrohren erstmals die mögliche Wärmeweiterleitung im Brandfall berücksichtigt werden.
Um dies zu verhindern, müssen entweder bestimmte Abstände eingehalten werden, wofür aber oft der Platz nicht ausreicht; oder aber die Wärmeweiterleitung des Gussrohres muss auf das erlaubte Maß reduziert werden. Bisher hat man hierfür die Gussleitung in der Deckendurchführung und einen gewissen Teil ober- oder unterhalb davon isoliert. Das bedeutet aber Zusatzaufwand und Fehleranfälligkeit.
Der neue Brandschutzverbinder Düker BSV 90 (Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-19.17-1893) erleichtert die Aufgabe erheblich, da er ähnlich einem normalen Verbinder montiert wird, lediglich zu ca. einem Drittel im Deckendurchbruch sitzen muss und keine weiteren thermischen Isolierungen benötigt!
Die Funktionsweise des Düker BSV 90
Im Inneren des Brandschutzverbinders wird die Gussleitung durch eine Kunststoffmanschette unterbrochen. Um die Manschette herum enthält der Verbinder mehrere Lagen Intumeszenzmaterial, das sein Volumen bei Hitzeeinwirkung enorm vergrößert.
Im Brandfall sorgt die Wärme des Feuers für das Wegschmelzen des Kunststoffs und das Aufquellen des Intumeszenzmaterials, so dass der Rohrdurchschnitt verschlossen wird.
Das aufgequollene Material sorgt für thermische Isolierung - unterbindet also die übermäßige Wärmeweiterleitung - und verhindert den Kamineffekt.
Ein zusätzlicher schmaler Streifen Intumeszenzmaterial auf der Metallmanschette wird im Deckendurchbruch platziert und garantiert den vollständigen Verschluss des Durchbruchs im Brandfall.




